Was tun, wenn das, was Du tun/lernen/gestalten möchtest, einfach nicht klappt?

Es gibt Momente in unserem Leben, da will es einfach nicht gelingen. Da setzt Du Dich hin, um etwas zu lernen, was Dir eigentlich Freude bereitet und was Du unbedingt lernen möchtest und nichts geht in den Kopf rein. Oder Du kommst von einem Kurs nach Hause und bist im Zweifel und fix und fertig. Manchmal will das Angebot / das Design, was dringend raus muss, nicht fertig werden. Oder der Kuchen zerbricht. Es gibt Momente, da gehen gerade die Dinge, die wir ansonsten mit Freude und Leidenschaft tun, nur schwer voran oder klappen gar nicht.

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns aus der Bahn werfen und zum Weinen bringen können. Gut ist, wenn man dann einen Moment hat, um das zu tun.
Weinen, Lachen, Schreien, all das lässt aufgestaute Energie aus unserem Körper weichen und ist wundervoll befreien.
Ich weiß auch, dass nicht immer die Möglichkeit besteht, sich dem Weinen hinzugeben oder selbst da will nicht fließen.
Manchmal würden wir dann am liebsten alles hinschmeißen, weggehen und noch mal von vorne anfangen.

Der Gedanke, etwas anderes zu tun, ist genau richtig. Wichtig ist, nicht ins Drama zu verfallen. An allem und jedem zu zweifeln und die große Sinnkrise einzuläuten.
Das bringt nicht weiter, sondern macht es nur noch schwerer und baut noch mehr Druck auf. Dabei ist es wichtig, Druck los zu werden, um von der Anspannung in die Entspannung zu kommen.

Mache Dir bewusst, es ist eine Momentaufnahme, jetzt in diesem Moment, will dieser eine Teil, einfach gerade nicht so, wie Du es Dir vorgestellt hast.
Und ja, es gibt Momente, da ist es einfach zu viel. Diese Momente hat jeder. Du entscheidest nur, ob Du Dich in ein Drama begibst oder es einfach nimmst, wie es ist, dass ein Sache gerade nicht klappt.

Ich habe Dir 10 Dinge aufgeschrieben, die mir immer gut helfen, angestaute Energie abfließen zu lassen, um wieder neue Energie zu tanken. Um wieder in die Leichtigkeit und die Kreativität zurückzukommen. Und um aus dem Drama rauszukommen.

1. Tue etwas anderes

Wenn das, was Du tust, gerade nicht gelingen will, dann tue etwas anderes. Egal was es ist. Verlasse den Raum, verlasse den Platz, an dem Du Dich gerade befindest. Nimm dadurch neue Räume und Plätze ein. Schaffe Dir wieder Freiraum. Krampfhaft am Schreibtisch sitzen zu bleiben, weil man glaubt, das tun zu müssen, bringt die Energie nicht zurück ins Fließen. Mache etwas anderes. Und lass das andere einen Augenblick liegen und ruhen.

2. Tue etwas, wovon Du weißt, das es gelingen wird.

Mache Dir diese Übung so einfach wie möglich. Hole Dir dadurch wieder Vertrauen zurück. Tue etwas ganz kleines, einfaches, leichtes. Etwas, von dem Du 100% weißt, es gelingt, es ist egal was. Und wenn es einfach nur ist, tief durchzuatmen, ich sag Dir – das wird Dir gelingen und vielleicht ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

3. Gönn Dir eine Pause.

Tue nichts. Einfach nichts. Setze Dich aufs Sofa oder auf eine Bank oder lege Dich auf den Boden. Spüre in Dich, spüre die Berührung Deines Körpers mit dem Stuhl, dem Boden und tue ansonsten nichts. „Ich mache jetzt mal nix.“ Nix aufregen, nichts wollen, nichts fokussieren. Nix und nichts.

4. Meditiere

Begib Dich an einen schönen Ort, in Dir oder auch in der Natur. Schließe Deine Augen oder halte sie nur leicht geöffnet und meditiere auf Deine Art und Weise.
Meditation bedeutet nicht still zu sein – sondern in Verbindung zu kommen und zu sein. Stelle die Verbindung mit Dir selbst wieder her. Komme im Hier und Jetzt wieder an.

5. Atme

Konzentriere Dich auf Deine Atmung. Atmung funktioniert immer, die ist immer da. Wenn wir gestresst sind, halten wir gerne die Luft an. Also spüre einfach wieder Deine Atmung. Atme dann ein paar Mal bewusst tief ein und aus. Spüre wie sich alle Räume in Dir ausdehnen mit der Atmung. Bleibe bei Deiner Atmung, bewusst und lass sie immer tiefer und ruhiger werden.
ÜBUNG: ATME UND SEI GLÜCKLICH … EINFACH SO !!!
Alo – Einatmen
auf HAAAAAAAAAAAA Ausatmen
ALO – HAAAAAAAAAAA

6. Umgib Dich mit Menschen, die das, was Du tust, gut finden und die Dich darin unterstützen.

Grundsätzlich ist es gut, Menschen um sich zu haben, die einen bestärken, die einen fröhlich und glücklich stimmen. Es tut gut, bestärkt zu werden. Ein Ja zu hören. Sei offen und ehrlich. Frage um eine Umarmung, wenn Du das Gefühl hast, diese tut Dir jetzt gut. Nicht jeder kann riechen, wie es uns gerade geht. Wir bekommen auch nicht immer alles mit. Äußere klar und liebevoll, was Du Dir gerade wünschst, ohne Erwartung, ohne Quengeln, ohne Drama. Und gib dem anderen auch Zeit, diesem Wunsch nachzukommen.
Ein anderer Impuls, der auch sehr bestärkend ist: Tue etwas für den anderen. Etwas gerne für andere zu tun, holt Dich sofort aus Deinem negativen Gedankenfeld. Frage wie Du helfen kannst oder bring einfach ein Stück Kuchen vorbei und höre selbst dem anderen zu. Oft bekommt man dadurch ganz neue Eindrücke und das, was so schwer bei einem selbst ist, ist gar nicht mehr so dramatisch.

7. Gehe in die Natur, lass frische Luft rein.

Gönne Dir einen Spaziergang und wenn das nicht möglich ist, dann mache zumindest das Fenster weit auf, egal welches Wetter. Frische Luft im Außen bringt auch frische Luft in Deine Gedanken. Halte Deine Nase in den Wind. Rieche den Wind, spüre den Wind, lass Dir im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf durchpusten.

8. Bekomme einen Wutanfall.

Oft halten wir Wut zurück. Dabei kann Wut sehr heilsam sein. Wichtig ist, die Wut nicht gegen andere oder sich selbst zu richten! Ein Wutanfall lässt angestaute Energie verbrennen. Schlage auf ein Sofakissen ein, schreie laut, stampfe mit den Füßen, lache über die Vorstellung Rumpelstilzchen zu sein. Das kann sehr heilsam sein. Als Kind saß ich oft wie blockiert vor meinen Malsachen für den Kunstunterricht. Ich habe geweint und genörgelt, dass ich es nicht kann. Wenn ich wütend mein Federmäppchen an die Wand geschmissen habe, hat es sich gelöst. (Die aufgestaute, blockierende Energie, nicht das Federmäppchen. Mit der Zeit habe ich andere Kanäle entwickelt, Wut loszulassen. Doch ich kann mich daran immer noch erinnern (und meine Mama auch) und ich weiß, dass es gut tut, auch mal etwas hinzuschmeißen.

9. Mache etwas kaputt, um es neu zusammen zu setzen.

Wenn das, was Du gerade tust, nicht so wird, wie Du es Dir gedacht hast, dann mache es ganz anders. Wecke Deine Kreativität. Wenn ein Bild nicht wird, wie gewünscht, dann male noch mal frei und ausgelassen drüber, auch ruhig am Anfang wütend. Bringe wild Farben drauf, kreiere etwas Neues. Wenn der Kuchen zerbrochen ist, dann zerbröseln ihn noch mehr, suche nach einem schönen Creme-Rezept und gestalte Deine eigene Torte. Meistens wird all das noch mal mehr wertvoller und einzigartiger. Zerreiße Dein Papier, auf dem Dein Yogakonzept steht und setze es neu zusammen.

10. Tanze

Der Beat einer tollen Musik berührt jede Zelle unseres Sein, lässt aufgestaute Energie weichen und macht den Kopf frei. Stelle einen Song an, auf dem Du gut hüpfen und tanzen kannst, je wilder und freier, umso besser. Tanze bis Dir der Schweiß den Rück runterläuft. Tanze ausgelassen und lass dadurch alles los.

Gönn Dir ein Zusammenbrechen, um neu aufzubrechen.

Welchen Impuls hast Du? Was holt Dich aus dem Zustand des „Nicht-Funktionierens“ raus?

Love, Sandra

Photo by Lindsay McGrath on Unsplash

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