Dieser Blogartikel ist sehr persönlich, doch auch so wichtig.
Seit vielen Jahren arbeite ich mit inneren Reisen, inneren Bildern und liebe es sehr. Sei es, um neue Wege zu entdecken. Wünsche zu schöpfen und zu manifestieren, um Veränderungen auf eine andere Art zu erschaffen und um zu heilen.

Vor zwei Jahren wurde bei mir leukozytoklastische Vaskulitis (nein, ich empfehle Dir, das nicht zu googeln) diagnostiziert. Bei meiner Form gab es an meinen Beinen und Armen überall violette, schmerzende Einblutungen im Gewebe. Das sah zeitweise so aus, als wären meine Arme und Beine in violette Farbe mit roten Sprenkeln getaucht.
Es war lange Zeit so schlimm, dass ich zeitweise vor Schmerzen kaum laufen konnte. Der Nachmittagsspaziergang mit meiner Hündin wurde oft zu einem Tränenmeer, weil durch die Bewegung auch Gewebe im Außen gerissen ist. Mein Gesäß war zu dieser Zeit ein großes Narbenfeld.
Nicht heilbar, sagten mir die Ärzte, irgendwann wird Gewebe absterben oder auch ein größeres Gefäß platzen und tschüss.

Mein Immunsystem hat gegen mich selbst geschossen, heiß und wütend. Doch diese Wut war gleichzeitig mein eigener Schlüssel. Ich wurde innerlich so wütend, gegen die Diagnose und Aussicht, dass ich sie anders nutzen konnte, nämlich um zu heilen. „Das werden wir noch sehen. Alles kann heilen.“ War mein eigenes inneres Mantra.

Gerade Emotionen, die so gerne weggedrückt werden, sind sehr kraftvolle Schlüssel zum eigenen Heilfeld.

Ich arbeite schon lange in meinen Coachings und Begleitungen mit inneren Bildern und Metaphern. Ein gemeinsames Gespräch mit einem Freund hat mir mein eigenes Heilbild gesendet. Wer in den 80er aufgewachsen ist, kennt sicher das Computerspiel bzw. Animation „Die Lemminge“. So kleine Computertierchen stürzen sich sinnlos in das eigene Verderben und den Abgrund.
Gerade wie mein Immunsystem. Also schaute ich innerlich auf mein Immunsystem als wäre es Lemminge. Eine zeitlang habe ich nur innerlich geschaut, ihnen Aufmerksamkeit geschenkt. Ein Hinschauen an Stellen, die weggedrückt worden sind. Ich habe geschaut, was machen die Lemminge so, wie groß und klein sind meine Lemminge. Wie fühlen sie sich an. Wie schnell oder langsam sehe ich sie vor meinem inneren Auge. Wo stürzen sie ab. Es war, als würden die Lemminge einfach wild und irre von einem Zuhause wegrennen und dabei abstürzen.

Und dann fing ich an, Brücken zu bauen, wenn die Lemminge wieder in den Abgründen zu stürzen drohten. Immer wieder und wieder. Manchmal stürzt die Brücke auch direkt ein, manchmal hielt sie länger. Ich blieb dran. Jeden Tag. Manchmal waren es Sekunden, die ich in meinen inneren Bildern verbrachte, manchmal viele Minuten. Meistens nutze ich die Spaziergänge dazu, auch um mich von den Schmerzen abzulenken. Ich fing an, mein Immunsystem/die Lemminge zu lieben. Ich habe sie innerlich umarmt und gelobt. Ihnen gesagt, wie toll und wundervoll sie sind, dass ich mich freue, dass sie da sind. Das hört sich vielleicht verrückt an. Doch es geht genau darum, etwas innerlich zu ver-rücken, weil es eh schon ver-rückt und aus dem Gleichgewicht gefallen ist. Also baute ich Brücken, freute mich mit ihnen, wenn sie ruhiger ihren Weg gingen, lobte sie für ihr Sein und lud sie liebevoll ein, nach Hause zu kommen.

Ich schenke mir selbst Geduld und den tiefen Glauben, dass mein Seelenlicht immer heil ist.

Und mit der Zeit veränderten sich meine inneren Bilder. Die Lemminge wurden ruhiger. Die Abgründe weniger. Je mehr Ruhe innerlich in diesen inneren Film einkehrte, umso mehr kamen meine Gefäße auch im Außen zur Ruhe. Sogar das Narbengewebe hat sich zurück gebildet.
Seit über einem Jahr gibt es diese Krankheit bei mir nicht mehr.
Dieses Bild/innerer Film war mein individueller Zugang und Schlüssel zur Heilung.

Wenn ich mit Klienten arbeite und auch in meiner Coaching-Ausbildung bin ich immer voller Staunen und Wertschätzung, welche eigenen Heilbilder derjenige in sich empfängt und wie damit gewirkt werden kann.

Ich möchte Dir damit Mut machen, dass jeder seinen eigenen Zugang zur Heilung hat und mit inneren Bildern arbeiten und Dinge verändern kann.

Egal, ob es gerade Kopfschmerzen sind oder etwas anderes Dich gerade gefangen hält. Wenn Du magst, schaue Dir das innere Bild dazu an.
Welches Bild/welcher innerer Film läuft dazu automatisch bei Dir ab?
Was nimmst Du wahr?
Was erkennst Du?
Wie kannst Du dieses Bild verändern, dass es in eine Harmonie zurück kehren kann?

Wisse, in Deiner inneren Welt kannst Du zaubern und alles ist hier möglich.

Je lustiger und ungewöhnlicher das Bild ist, welches Du bekommst, umso leichter kann es sich verändern. Humor schenkt Heilung. Durch Lachen und Leichtigkeit entspannt sich Dein Nervensystem, Deine Gedanken können sich kreativen Impulsen öffnen und Du erkennst neue, oft ungewöhnliche Handlungsmöglichkeiten.

Spiele mit den Bildern. Wenn eine Veränderung nicht direkt klappt, bleibe dran. Probiere etwas anderes aus. Nimm ein neues Bild dazu, sieh Dich als Regisseur dieses Filmes. Spüre, ob es Dir leichter fällt mit diesen inneren Bildern zu arbeiten, wenn Du in der Stille bist oder wenn Du Dich bewegst oder in der Kombination. Hab Freude daran, für Dich einfach etwas Neues zu entdecken.

Sei achtsam und geduldig. Manchmal geschieht Heilung blitzschnell, manchmal benötigt es Zeit und ein tieferes Hinschauen und Wirken. Alles ist ok.
Gehe mit einem offenen Staunen an die Botschaften und Du kannst Deine Wunden in ein Wunder wandeln.

Wenn Du intensiver auf Deine Themen schauen und achtsam begleitet arbeiten möchtest, dann bin ich gerne als Guide an Deiner Seite, auch in der tiefsten Dunkelheit.
Und in meiner Coaching- & Spirit Ausbildung kannst Du noch intensiver in diesen Bereich eintauchen, um auch andere auf diesem Weg zu begleiten.

Love, Sandra 
Photo by Nvdu on Unsplash

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